Keine Inhalte/Widgets in dieser Seitenleiste vorhanden.
Lade Veranstaltungen

« Alle Veranstaltungen

  • Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.

Zeughauskonzerte – Wo die Zitronen blühn

Mai 17 @ 20:00

Konzert

Quatuor Modigliani

Wolfgang Amadeus Mozart (1756–1791) – Streichquartett G-Dur KV 156 »2. Mailänder Quartett«

Elise Bertrand (*2000) – Auftragswerk

Hugo Wolf (1860–1903) – Italienische Serenade G-Dur

Giacomo Puccini (1858–1924) – »Crisantemi«

Giuseppe Verdi (1813–1901) – Streichquartett e-Moll

Das Streichquartett sei »eine Pflanze, der das italienische Klima nicht bekommt«, so Giuseppe Verdi, der, als Opernkomponist weltberühmt, um kammermusikalische Werke aber stets einen großen Bogen machte. Es sei denn, ihm war langweilig. Sein Streichquartett in e-Moll soll angeblich bloß eine Handgelenksübung gewesen sein, mit der er sich die Zeit vertrieb, als die Proben zur »Aida« ins Stocken gerieten. Bei der Uraufführung des Quartetts bat Verdi das Publikum, möglichst nicht einzuschlafen. Doch am Ende nahm der Beifall kein Ende und es wurde nach einer Wiederholung verlangt.

Auch Giacomo Puccinis Werke jenseits der Opernbühne waren eher Gelegenheitswerke. Doch während Verdis Streichquartett humorvoll und leichtfüßig daherkommt, ist der Anlass für die »Crisantemi« ein tragischer: der Tod von Puccinis Freund Herzog Amadeus von Savoyen. »Crisantemi« gleicht einem Klagelied ohne Gesang, voller Schmerz und Trauer!

Während einer Italienreise in den Jahren 1772/73 entstanden Wolfgang Amadeus Mozarts sechs »Mailänder Quartette«. In einem Brief berichtete sein Vater »Der Wolfg: befindet sich auch wohl; er schreibt eben für die lange Weile ein quatro.« Also auch hier: Komponieren von Streichquartetten als Zeitvertreib für den gerade einmal 16-Jährigen. Entstanden sind die kurzen, dreisätzigen Mailänder Quartette, die den italienischen Geist atmen.

Seiner Liebe zur italienischen Musik setzte Hugo Wolf mit der »Italienischen Serenade« ein Denkmal. Das Prädikat »leichtfüßig und delikat« verlieh der Wolf-Biograph Frank Walker der Serenade, die auch ein Stück Erinnerung an Wolfs glückliche Kindheit ist, als er auf der Geige einen Mix aus den schönsten italienischen Belcanto-Opern zum Besten gab.

Das Werk von Elise Bertrand wird Sie aufhorchen lassen! Sie steht als junge Komponistin in den Startlöchern für eine große Karriere. Ihr heutiger Blick auf »das Land, wo die Zitronen blühn«, wird die Italienklammer schließen und noch einmal zeigen, dass das italienische Klima dem Streichquartett eben doch sehr gut bekommt.

Begleitend zum Konzert stellt die Neusser Künstlerin Elisabeth Mühlen ihre Werke im Zeughaus aus.

Veranstalter: Kulturamt Neuss

Details

Datum:
Mai 17
Zeit:
20:00
Veranstaltungskategorie:
Veranstaltung-Tags:
, ,

Veranstaltungsort

Zeughaus