Das Wichtigste in Kürze:
- Die erste Space-Marine-Figur erschien laut GameStar bereits im September 1985.
- 1987 etablierte Rogue Trader das Setting, doch die frühe Truppe mischte Fischmenschen, Space Dwarf und Dark Elf Space Trooper.
- Die alten Modelle zeigen, wie sich Warhammer 40K Space Marines erst Schritt für Schritt zu einer klaren Fraktion entwickelten.
Die Warhammer 40K Space Marines von heute wirken wie eine fest codierte Ikone: breite Schulterpanzer, schwere Bolter, Ordensfarben und eine Silhouette, die selbst NPCs sofort erkennen. In den frühen 1980ern war diese Identität aber noch nicht fixiert. Citadel testete sichtbar, was in das neue Science-Fiction-Universum passen könnte.
Warhammer 40K Space Marines sind schwer bewaffnete menschliche Elitekrieger im Universum von Warhammer 40.000, deren frühe Miniaturen zunächst aus unterschiedlichen Science-Fiction- und Fantasy-Ideen entstanden.
Laut GameStar tauchte der „LE2 Imperial Space Marine“ bereits im September 1985 in einem Flyer auf – also vor dem ersten Warhammer-40.000-Regelbuch. Genau diese Vorgeschichte macht die Modelle spannend: Sie sehen nicht einfach nur alt aus. Sie zeigen, wie ein späteres Kultdesign noch nach seiner Form suchte. Dieser Artikel folgt der Modellkette von LE2 über C100 bis zur RT1-Range und ordnet die schrägsten Details ein.
Die ersten Space Marines waren noch kein 40K
Laut GameStar (September 1985): Der „LE2 Imperial Space Marine“ erschien in einem Flyer und wurde von Bob Naismith modelliert. Damit begann die Geschichte der Warhammer 40K Space Marines als Miniaturen mehrere Entwicklungsschritte vor dem offiziellen Regelbuch.
Vor dem Regelbuch: LE2 und C100
Der LE2 ist deshalb mehr als ein nostalgisches Sammlerstück. Er steht für eine Phase, in der Citadel Miniatures noch keine vollständig festgelegte Bildsprache für das spätere 40K besaß. Der Begriff „Space Marine“ war bereits vorhanden, doch die visuelle Grammatik war offen: Welche Rüstung gehört dazu? Wie massiv muss ein Kämpfer wirken? Welche Details erzählen Science-Fiction, ohne die Fantasy-Wurzeln zu verlieren?
Laut GameStar folgte im August 1986 der „C100“-Trupp mit acht Marines. Diese „C100 Imperial Marines“ gelten als Vorläufer der späteren Space Marines, waren zu diesem Zeitpunkt aber noch kein Teil von Warhammer 40.000. Das ist der entscheidende Punkt: Die Entwicklung verlief nicht wie ein sauberer Launch mit fertigem Charakterdesign. Sie war eher ein Testserver voller Prototypen.
Warum Rogue Trader die Richtung vorgab
Erst 1987 bekam das Projekt eine klare gemeinsame Bühne. Laut GameStar erschienen die ersten echten Space Marines im Warhammer-40k-Universum mit „Rogue Trader“. Das erste Regelbuch „Warhammer 40,000“ schrieb Rick Priestley; es erschien laut GameStar im Herbst 1987 auf dem Games Day.
Der Name selbst folgte einer praktischen Markenentscheidung. Laut GameStar wählte Games Workshop den Zusatz „40.000“, um Verwechslungen mit dem 2000-AD-Comic „Rogue Trooper“ zu vermeiden. Der Titel war also nicht nur Lore-Flair. Er sollte das neue Spiel klar von einem bereits bekannten Namen abgrenzen.

Warhammer 40K Space Marines: Die wilde RT1-Range
Laut GameStar (März 1987): Ein Citadel-Flyer bewarb erstmals 14 Miniaturen unter dem Label „Warhammer 40,000 Rogue Trader“. Diese frühe Sammlung wurde später als „RT1-Range“ bekannt und wirkt aus heutiger Sicht erstaunlich ungebunden.
Fischmenschen, Space Dwarf und Dark Elf
Zur ersten 40K-Truppe gehörten laut GameStar unter anderem ein Piscean Warrior, ein Space Dwarf und ein Dark Elf Space Trooper. Für Fans, die Warhammer 40K Space Marines heute mit streng organisierten Orden verbinden, klingt das fast wie ein Crossover-Event. Genau darin liegt aber der historische Reiz.
Die RT1-Range funktionierte offenbar nicht nach dem späteren Prinzip, dass jede Armee eine klar definierte Fraktion mit eigener Herkunft und festem Look bildet. Stattdessen trafen unterschiedliche Archetypen aufeinander: humanoide Krieger, Fantasy-Anleihen und groteske Wesen, die eher nach einer Citadel-Sammlung als nach einem geschlossenen Militärverband aussehen.
Der Piscean Warrior brachte eine Fischmenschen-Idee in die Truppe. Der Space Dwarf verschob die Perspektive auf zwergische Science-Fiction. Der Dark Elf Space Trooper verband Fantasy-Herkunft mit futuristischer Ausrüstung. Heute wäre das wahrscheinlich ein Lore-Fiebertraum. Damals war es ein visuelles Experiment.
Aus Einzelideen wurden Fraktionen
Laut GameStar hatte diese frühe Mischung mit dem Warhammer 40K, das wir heute kennen, wenig zu tun. Gleichzeitig verschwanden die Ideen nicht einfach. Aus ihnen entwickelten sich später Bausteine bekannter Fraktionen: Die „Imperial Bodyguard“ wurden laut GameStar zu Vorläufern der Adeptus Custodes, der „Imperial Psyker“ deutete spätere Psioniker an, und aus den imperialen Truppen entwickelte sich die Astra Militarum.
Aus unseren redaktionellen Fällen sehen wir genau hier einen wichtigen Unterschied zwischen einer bloßen Übersetzung alter News und guter Einordnung: Fans suchen nicht nur das Datum eines Modells. Sie wollen verstehen, welche Figur später wohin führte. Die Ahnenliste ist deshalb nützlicher als ein simples „früher war alles komisch“.
- Piscean Warrior: frühe Fischmenschen-Idee.
- Space Dwarf: frühe zwergische Science-Fiction-Anleihe.
- Imperial Bodyguard: Vorläufer der späteren Adeptus Custodes.
- Imperial Psyker: Hinweis auf die spätere Rolle von Psionikern.
- Imperiale Truppen: Verbindung zur späteren Astra Militarum.

Eine Timeline der frühen Modelle
Laut GameStar (1985 bis 1987): Die Entstehung der Warhammer 40K Space Marines lässt sich über mehrere konkrete Stationen nachvollziehen. Die Daten zeigen, dass Miniaturen, Marketing und Regelwerk nicht am selben Tag entstanden.
Tabelle: Die frühe Entwicklung laut GameStar
| Zeitpunkt | Ereignis | Einordnung |
|---|---|---|
| September 1985 | Der LE2 Imperial Space Marine erscheint in einem Flyer | Von Bob Naismith modellierte frühe Space-Marine-Figur |
| August 1986 | Der C100-Trupp mit acht Marines folgt | Vorläufer, noch kein Teil von Warhammer 40.000 |
| März 1987 | 14 Miniaturen erscheinen im Citadel-Flyer unter „Warhammer 40,000 Rogue Trader“ | Später als RT1-Range bekannt |
| Herbst 1987 | Das erste Regelbuch „Warhammer 40,000“ erscheint auf dem Games Day | Geschrieben von Rick Priestley |
Quelle für alle Einträge: GameStar.
Von 1985 bis zum Games Day 1987
Die Reihenfolge macht eine wichtige Produktionslogik sichtbar. Zuerst kamen einzelne Modelle und kleine Trupps. Danach folgte ein Flyer mit einem breiteren Sortiment. Erst anschließend erschien das Regelbuch, das diese Welt zusammenhielt.
Laut GameStar waren die ersten echten Space Marines im Warhammer-40k-Universum 1987 mit Rogue Trader verbunden. Die frühere Modellgeschichte bleibt trotzdem relevant, weil sie zeigt, dass das Universum nicht vollständig aus einem Guss entstand. Die Miniaturen gaben die Richtung vor, während das Regelwerk die Begriffe und Beziehungen ordnete.
Für Sammler ist diese Timeline besonders hilfreich. Ein Modell aus September 1985 erzählt eine andere Geschichte als eine Figur aus der RT1-Range im März 1987. Beide gehören zur Frühphase, aber nicht automatisch zur gleichen Entwicklungsstufe. Wer alte Kataloge, Flyer oder Miniaturen einordnet, sollte deshalb auf Modellbezeichnung, Zeitraum und Produktlabel achten.
Die frühen Warhammer 40K Space Marines waren damit keine fertige Endform. Sie waren sichtbare Zwischenstände. Und genau das macht sie heute so spannend.
Warum die alten Designs heute noch wichtig sind
Laut GameStar (Herbst 1987): Mit Rick Priestleys Regelbuch erhielt Warhammer 40.000 erstmals eine zusammenhängende Grundlage. Die Designs wurden dadurch nicht rückwirkend einheitlich, aber ihre Rolle im Universum wurde verständlicher.
Zwischen Fantasy, Science-Fiction und Citadel-Tradition
Die schrägen Figuren der 1980er zeigen, wie eng Fantasy und Science-Fiction bei Citadel miteinander verbunden waren. Der Dark Elf Space Trooper ist dafür ein starkes Beispiel: Eine Fantasy-Figur wird nicht einfach gelöscht, sondern mit futuristischen Elementen in eine neue Richtung gedrückt. Der Space Dwarf folgt einer ähnlichen Idee.
Heute wirken solche Kombinationen wie Fanservice für Lore-Nerds. Damals waren sie ein Werkzeug, um eine neue Welt schnell mit bekannten Formen aufzuladen. Ein Fischmensch war sofort lesbar. Ein Zwerg ebenfalls. Die spätere 40K-Identität entstand erst, als diese Einzelmotive in stabilere Fraktionen übergingen.
Von der offenen Sammlung zur klaren Silhouette
Die späteren Warhammer 40K Space Marines leben stark von Wiedererkennbarkeit. Die frühe RT1-Range zeigt dagegen eine Sammlung verschiedener Körperformen und kultureller Anspielungen. Der Wandel verlief also nicht nur über Geschichten, sondern auch über Silhouetten.
In der Praxis erkennen wir bei historischen Gaming-Themen immer wieder: Mehrere Tabs zur gleichen Story öffnen sich, weil Leser Konsens suchen. Ein einzelner Rückblick reicht selten. Bei dieser Modellgeschichte hilft deshalb die Verbindung aus Datum, Modellname und späterer Fraktion. So wird aus Nostalgie eine nachvollziehbare Entwicklung.
Die alten Designs sind außerdem ein Gegenmittel gegen die Vorstellung, große Franchises hätten von Anfang an jede Regel gekannt. Laut GameStar hatte die erste 40K-Truppe mit dem heutigen Setting wenig gemeinsam. Gerade daraus entstand später Raum für klare Orden, Armeen und Fraktionen.

Fazit
Die ersten Warhammer 40K Space Marines waren nicht die makellosen Supersoldaten, die heute jedes Cover dominieren. Ihre Geschichte begann mit dem LE2 Imperial Space Marine im September 1985, führte über den C100-Trupp im August 1986 und mündete 1987 in Rogue Trader und Rick Priestleys Regelbuch. Laut GameStar mischte die RT1-Range Fischmenschen, Space Dwarf und Dark Elf Space Trooper mit frühen imperialen Konzepten.
Das wirkt schräg. Es ist aber auch aufschlussreich. Die Modelle dokumentieren, wie Games Workshop eine neue Welt aus vorhandenen Fantasy- und Science-Fiction-Bausteinen formte. Wer die alten Figuren betrachtet, sieht deshalb nicht bloß überholte Designs, sondern die Rohfassung eines Universums. Für weitere historische Gaming-Stories lohnt sich ein Blick in die Gaming-Rubrik von CowoNEWS.
Häufig gestellte Fragen
Wie sahen die ersten Space Marines aus?
Die ersten Space Marines wirkten deutlich uneinheitlicher als heutige Modelle. Laut GameStar gehörten zur frühen RT1-Range unter anderem ein Piscean Warrior, ein Space Dwarf und ein Dark Elf Space Trooper. Die Sammlung verband damit Science-Fiction-Rüstung, Fantasy-Elemente und ungewöhnliche Kreaturen.
Wann erschienen die ersten Space-Marine-Figuren?
Die erste belegte Figur war laut GameStar der „LE2 Imperial Space Marine“, der im September 1985 in einem Flyer auftauchte. Bob Naismith modellierte das Stück. Im August 1986 folgte der C100-Trupp mit acht Marines, der noch nicht zu Warhammer 40.000 gehörte.
Was war Rogue Trader?
„Rogue Trader“ war laut GameStar die frühe Warhammer-40.000-Fassung, mit der 1987 die ersten echten Space Marines im 40K-Universum erschienen. Das erste Regelbuch „Warhammer 40,000“ schrieb Rick Priestley; es kam im Herbst 1987 auf dem Games Day heraus. Der Zusatz „40.000“ sollte Verwechslungen mit „Rogue Trooper“ vermeiden.

