Am Ostermontag, dem 21. April 2025, verstarb Papst Franziskus im Alter von 88 Jahren in seiner Residenz Casa Santa Marta im Vatikan. Die Todesursache war ein Schlaganfall mit anschließendem Herz-Kreislauf-Versagen, wie der Vatikan offiziell bestätigte . Sein Tod markiert das Ende eines Pontifikats, das durch Bescheidenheit, soziale Gerechtigkeit und Reformbereitschaft geprägt war.
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ToggleEin Leben für die Armen und Ausgegrenzten
Papst Franziskus, geboren als Jorge Mario Bergoglio in Buenos Aires, war der erste lateinamerikanische Papst und der erste Jesuit auf dem Stuhl Petri. Seit seiner Wahl im Jahr 2013 setzte er sich unermüdlich für die Belange der Armen, den interreligiösen Dialog und Umweltfragen ein. Seine Enzyklika „Laudato si“ über die Sorge für das gemeinsame Haus gilt als Meilenstein der kirchlichen Umweltethik.
Franziskus‘ Pontifikat war auch von dem Bemühen geprägt, die Kirche zu reformieren und näher an die Menschen zu bringen. Er förderte die Rolle der Frauen in der Kirche und setzte sich für eine stärkere Einbindung von Laien ein .
Weltweite Trauer und Anteilnahme
Die Nachricht vom Tod des Papstes löste weltweit Trauer aus. Politiker und religiöse Führer würdigten sein Wirken. Der französische Präsident Emmanuel Macron hob seine Bescheidenheit und Empathie hervor, besonders in Zeiten globaler Krisen . Auch die Deutsche Bischofskonferenz bezeichnete Franziskus als großen Papst, Menschenfreund und Erneuerer des kirchlichen Auftrags.
Beisetzung und Beginn der Sedisvakanz
Der Leichnam von Papst Franziskus wird voraussichtlich am Mittwoch in den Petersdom überführt, um den Gläubigen die Möglichkeit zur Abschiednahme zu geben. Die Beisetzung ist für Samstag geplant. In seinem Testament äußerte Franziskus den Wunsch, in der Basilika Santa Maria Maggiore in Rom beigesetzt zu werden – schlicht, ohne Schmuck, mit der Inschrift „Franciscus“ und in der Erde.
Mit seinem Tod begann die Sedisvakanz, die Zeit ohne amtierenden Papst. In den kommenden Wochen wird das Konklave in der Sixtinischen Kapelle zusammentreten, um einen Nachfolger zu bestimmen. Wahlberechtigt sind 136 Kardinäle, darunter drei aus Deutschland.
Papst Franziskus ist tot - wer wird der Nachfolger?
Die Wahl eines neuen Papstes ist ein komplexer Prozess, der von vielen Faktoren beeinflusst wird. Mehrere Kardinäle gelten als mögliche Nachfolger:
Pietro Parolin (Italien)
Der 70-jährige Kardinalstaatssekretär des Vatikans gilt als einer der aussichtsreichsten Kandidaten. Er ist ein erfahrener Diplomat und hat in internationalen Angelegenheiten, insbesondere mit China und dem Nahen Osten, eine bedeutende Rolle gespielt.
Matteo Zuppi (Italien)
Der 69-jährige Erzbischof von Bologna ist Präsident der italienischen Bischofskonferenz und bekannt für sein soziales Engagement. Als Sondergesandter des Papstes vermittelte er zwischen Russland und der Ukraine.
Peter Turkson (Ghana)
Der 76-jährige Kardinal ist bekannt für sein Engagement in Fragen der sozialen Gerechtigkeit und könnte der erste schwarze Papst seit Jahrhunderten werden.
Péter Erdő (Ungarn)
Der 72-jährige Kardinal und Erzbischof von Esztergom-Budapest steht für eine konservative Ausrichtung und ist bekannt für seine theologische Expertise.
Luis Antonio Tagle (Philippinen)
Der 67-jährige Kardinal ist ein progressiver Theologe und wurde oft als möglicher Nachfolger von Franziskus gesehen. Er ist bekannt für seine Nähe zu den Gläubigen und sein Engagement in sozialen Fragen.
Papst Franziskus ist tot – und nun? Ein Blick nach vorn
Der Tod von Papst Franziskus markiert das Ende eines Pontifikats, das durch Bescheidenheit, soziale Gerechtigkeit und Reformbereitschaft geprägt war. Die Wahl seines Nachfolgers wird entscheidend für die zukünftige Ausrichtung der katholischen Kirche sein. Ob die Kirche den eingeschlagenen Weg fortsetzt oder neue Akzente setzt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

