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Ungespielt zieht sich zurück

Nach den Anschuldigungen seiner Ex-Freundin Rachel und des YouTubers Vik (iBlali) am 27. Mai 2024, hat sich der Twitch-Streamer Simon „Unge“ Wiefels in einem Statement auf Social Media geäußert.

Aufgrund der Situation und des damit verbundenen Drucks, hat sich Ungespielt dazu entschlossen, sich vorerst aus der Öffentlichkeit und der Influencer-Welt zurückzuziehen. Er plant, eine Therapie zu machen, um die Geschehnisse aufzuarbeiten und an sich zu arbeiten.

Simon "Unge" Wiefels zieht sich nach schweren Anschuldigungen zurück

Im Zentrum der Kontroverse steht der Twitch-Streamer Simon „Unge“ Wiefels. Am 26. Mai 2024 veröffentlichte seine Ex-Freundin Rachel ein Video, in dem sie schockierende Details aus ihrer Beziehung mit dem Influencer enthüllte. Sie warf ihm missbräuchliches Verhalten und den schlechten Umgang mit ihrer Katze vor.

Kurz darauf erhob auch der YouTuber Vik alias iBlali schwere Anschuldigungen gegen Wiefels. In einem Video schilderte er, wie dieser ihm das Leben im Influencer-Paradies Madeira zur Hölle gemacht haben soll. Die Hintergründe sollen auf einen ungelösten Konflikt aus dem Jahr 2015 zurückgehen.

Wiefels reagierte zunächst mit einem kurzen Statement auf X, ehemals Twitter, bevor er sich am 27. Mai 2024 in einem ausführlichen YouTube-Video zu den Vorwürfen äußerte. Er räumte Fehler ein und entschuldigte sich bei den Betroffenen. Gleichzeitig betonte er aber auch, dass einige der Anschuldigungen falsch oder aus dem Kontext gerissen seien.

Die Situation hat weitreichende Folgen:

  • Wiefels zieht sich vorerst aus der Öffentlichkeit und der Influencer-Welt zurück.
  • Er plant eine Therapie, um die Geschehnisse aufzuarbeiten und an sich zu arbeiten.
  • Seine Zukunft im Internet ist ungewiss.

Von beiden Seiten toxisch

In seinem 42-minütigen Video-Statement auf YouTube geht Simon „Ungespielt“ Wiefels auf drei zentrale Themen ein:

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1. Die Beziehung zu Rachel:

  • Gewalt gegen die Katze: Unge weist die Vorwürfe, Rachels Katze misshandelt zu haben, vehement zurück. Er erklärt, dass der Kater bereits vor ihrer Beziehung ängstlich gewesen sei und insbesondere negative Erfahrungen mit Männern gemacht habe. Er beteuert, dass er sich stets um ein gutes Verhältnis zu dem Tier bemüht habe und es ihn sehr traurig mache, dass der Kater Angst vor ihm hatte.
  • Körperliche Gewalt: Unge streitet jegliche körperliche Gewalt gegenüber Rachel ab. Er räumt jedoch ein, dass die Beziehung von beiden Seiten toxisch gewesen sei und es häufig zu Streit und Geschrei gekommen sei.
  • Emotionale Abhängigkeit: Der Twitch-Streamer gesteht ein, in der Beziehung emotional abhängig von Rachel gewesen zu sein. Er habe sich nicht immer korrekt verhalten, oft geschrien und sei „insgesamt kein guter Beziehungspartner“ gewesen.

2. Der Konflikt mit Vik:

  • Ungelöster Konflikt aus 2015: Ungespielt erklärt, dass die Ursache für den Konflikt mit Vik auf ein Ereignis aus dem Jahr 2015 zurückzuführen sei. Damals habe es zwischen ihnen einen Streit gegeben, der bis heute nicht vollständig geklärt worden sei.
  • Missgunst und Neid: Unge vermutet, dass Viks Anschuldigungen auf Missgunst und Neid ihm gegenüber zurückzuführen seien. Er sei erfolgreicher gewesen als Vik und dieser habe ihm dies nicht gegönnt.

3. Der Fake-Account auf X:

  • Falsche Identität: Ungespielt gesteht, dass er auf X einen Fake-Account unter dem Namen „Elyas“ erstellt hat.
  • Verteidigung gegen Vorwürfe: Er habe diesen Account genutzt, um sich gegen die Anschuldigungen von Rachel und Vik zu verteidigen.
  • Bereuen und Einsicht: Unge zeigt Reue für sein Handeln und betont, dass er aus seinen Fehlern gelernt habe. Er distanziert sich klar von dem Fake-Account und seinen Äußerungen auf dieser Plattform.

Unges Sicht auf den Konflikt mit Vik

Im Streit mit Vik sieht Unge sich nicht als alleinigen Schuldigen. Er räumt ein, dass er eine Beziehung mit Viks Ex-Freundin begonnen hat, betont aber, dass sie sich nicht nahe genug gestanden hätten, um dies als großes Problem zu betrachten.

Sein eigenes Fehlverhalten sieht Unge vor allem in der Art und Weise, wie er die Situation gehandhabt hat. Er sei ein „Arschloch“ gewesen und hätte die Sache besser angehen können.

Deutlich schwerwiegendere Vorwürfe erhebt Unge hingegen gegen Vik. Er wirft ihm Psychoterror gegenüber seiner Ex-Freundin vor.

Zwar hätten sie sich später versöhnt und sogar an gemeinsamen Events teilgenommen, so Unge. Als Vik jedoch nach Madeira gezogen sei, habe er keinen Kontakt zu ihm haben wollen.

Er habe anderen Influencern allerdings nicht verboten, mit Vik zu tun zu haben, betont Unge. Er habe sie lediglich „gewarnt“.

Die Abneigung einiger Influencer gegen Vik sei auf deren eigene negative Erfahrungen mit ihm zurückzuführen, so Unge. Diese würden sich nun gegen ihn stellen, da er „nichts mehr zu holen“ sei.

Unge bezeichnet diese Personen als „Fähnchen im Wind“.

Der Fake-Account "Lurkgirly"

Unge gesteht zudem, den Fake-Account „Lurkgirly“ auf X betrieben zu haben. Über diesen Account habe er sich gegen die Vorwürfe verteidigt.

Er bezeichnet sein Verhalten als „peinlich“ und räumt ein, dass es nicht korrekt war.

Gleichzeitig relativiert er den Einsatz von Fake-Accounts auf X. Die meisten Content Creator würden einen solchen Account haben, so Unge.

In einer ergänzenden Sprachnachricht auf X gesteht Unge schließlich ein, dass ein Großteil der Fehler bei ihm liege. Er sei „ein missgünstiger Mensch“ gewesen und habe „ein absolut krankes Ego“ gehabt.

Er entschuldigt sich bei Vik und Rachel sowie bei allen Menschen, denen er weh getan habe.

Therapie, Social-Media-Pause und ungewisse Zukunft

Nach den schweren Anschuldigungen und dem daraus resultierenden Druck zieht sich Simon „Unge“ Wiefels vorerst aus der Öffentlichkeit und der Influencer-Welt zurück.

Im Zentrum seines Handelns steht eine Therapie, die ihm helfen soll, die Geschehnisse aufzuarbeiten und an sich zu arbeiten.

Unge betont, dass er bereits finanziell abgesichert sei und daher nicht darauf angewiesen sei, „seinen Ruf zu retten“, um weiter Content produzieren zu können.

In absehbarer Zeit wird es keine neuen Videos oder Streams von ihm geben, mit denen er Geld verdient. Er werde auch keine Werbepartneraufträge annehmen.

Dennoch schließt Unge nicht aus, sich in den sozialen Medien zu äußern. Er möchte seinen Followern Einblicke in sein Leben abseits der Öffentlichkeit geben.

Ob und wann er in die Streaming- und Influencer-Szene zurückkehren wird, ist ungewiss.

Die Zukunft von Simon „Unge“ Wiefels hängt von der Entwicklung der Situation und den Ergebnissen seiner Therapie ab.